Wilhelm - Emmanuel - von - Ketteler - Schule - Mainz BBS

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Geschrieben von: Administrator   
Donnerstag, den 14. Oktober 2010 um 12:24 Uhr

 

School goes Business
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Berufsfachschule bei Opel in Rüsselsheim


opelsymbol2Im knallroten Astra sitzen und für das Foto posieren – das schien zunächst das Wichtigste für die Schüler/Innen der Berufsfachschulklasse I Wirtschaft und Verwaltung bei Ihrem Unternehmensbesuch bei Opel. „Wie viel Geld muss ich verdienen, um mir ein solches Auto leisten zu können?“, war eine nicht nur einmal zu hörende Frage.

Um für die SchülerInnen betriebswirtschaftliche Zusammenhänge transparenter zu machen und Begriffe, wie Kostenminimierung, Fließfertigung oder Just-in-Time-Lieferung nicht nur als trockene Fachtermini aus dem Unterricht zu kennen, besuchten 22 SchülerInnen begleitet von drei Fachlehrerinnen das Großunternehmen in Rüsselsheim.

 

 

 

 Nach dem Treffen im Opel-Forum, wo es die Möglichkeit gab,       corsa
hautnah im Traumauto zu sitzen und ausgestattet mit drahtlosen
Kopfhörern, ging es mit dem Bus unter sachkundiger Leitung
zunächst in eine Ausstellung, die einen Einblick in die interessante
Geschichte des Unternehmens gibt. Das ursprünglich 1862 als
Nähmaschinenfabrik gegründete Unternehmen, produzierte später
Fahrräder und begann dann seine Erfolgsgeschichte mit der Entwicklung und Fertigung von Autos. Heute werden hier in einem der modernsten Automobilwerke der Welt pro Jahr über 200 000 Automobile produziert.
Gleichzeitig erfuhr man, dass der Name Adam Opels nicht ohne seine Frau Sophie Scheller zu denken wäre. Diese heiratete ihn 1868 und ermöglichte durch ihr Vermögen die Gründung des Fahrradunternehmens, dessen Geschäftsführung sie 1895 nach Adam Opels Tod übernahm. Erst drei Jahre später 1898 begann sie gemeinsam mit Ihren Söhnen mit dem Aufbau der Automobilproduktion.

Die Bezeichnung „Opel Blitz“, einer in den 30er Jahren gebauten leichteren LKW-Baureihe, lieferte die Vorlage für das heute noch verwendete Firmenlogo.

In einem sich anschließenden Film über die Produktionsschritte bei der Herstellung der Fahrzeuge konnte man sich einen ersten Einblick in die gigantischen  Ausmaße des Unternehmens verschaffen.
Nun ging es mit dem Bus weiter zu ausgewählten Produktionsstätten. Dabei gab es auch Hinweise auf die Flächenausdehnung des Werkes – über elf Quadratkilometer.

 

 

Zunächst wurde das Presswerk gezeigt, in dem meterhohe Maschinen unter enormem Druck Karosserieteile pressen. Die Maschinen, von denen etliche im Einsatz sind, haben, jede für sich, einen Wert von 4,5 Mill. €.

In einem weiteren Betrieb konnte beobachtet werden, wie Roboter die Karosserieteile der Pkws zusammensetzen. Menschen werden hier nur zur Kontrolle benötigt, um einen Stillstand der Bänder zu vermeiden.

 

 

opel-gebäude

 

Danach ging es in die Endfertigung der Motoren, wo fünf Personen in einem Team arbeiten und letzte Hand anlegen an die Fertigstellung der „Seele“ eines Automobils. Hier konnte Bekanntschaft gemacht werden mit einer (!) weiblichen Auszubildenden.

Ein besonderer Höhepunkt war sicher die so genannte „Hochzeit“, das heißt, die endgültige Fertigstellung eines Automobils, indem Karosserie und Chassis passgenau zusammengeführt werden.

 Ein häufiges Augenmerk lag bei der Führung auf der
Arbeitssicherheit und den arbeitsmedizinischen Aspekten. So
wird z. B. sehr darauf geachtet, dass die Arbeit in einer für den
Körper gesunden Arbeitshöhe ausgeführt werden kann und ein
unnötiges Bücken entfällt. Arbeiten werden im Team roulierend
ausgeführt, was eine einseitige Belastung gering hält. Das
Unternehmen verfügt über eigene Betriebsärzte und ein
Fitnessstudio. Zehn Kantinen sorgen für eine Verköstigung der Arbeitnehmer.
Nach gut zwei interessanten Stunden endete die Führung mit einem Auto für jeden – als Süßigkeit.
Mit Informationen zu Fragen der Ausbildungs- und Praktikumsmöglichkeiten konnte der Rückweg nach Mainz angetreten werden.






Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 16. November 2010 um 15:10 Uhr